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©Hans-Joachim Harbeck (BTZ)

Bremen - Zeven

Auf verschiedenen Etappen Pilgern per Rad
von der Weser über die Elbe bis zur Ostsee

©Böregio

Zeven - Harsefeld

Auf verschiedenen Etappen Pilgern per Rad
von der Weser über die Elbe bis zur Ostsee

©Tourismusverband Landkreis Stade-Elbe e.V.

Harsefeld - Stade

Auf verschiedenen Etappen Pilgern per Rad
von der Weser über die Elbe bis zur Ostsee

©Maritime Landschaft Unterelbe

Stade – Wischhafen/Elbfähre

Auf verschiedenen Etappen Pilgern per Rad
von der Weser über die Elbe bis zur Ostsee

Glückstadt/Elbfähre - Kellinghusen ©Holstein Tourismus e.V.

Glückstadt/Elbfähre - Kellinghusen

Auf verschiedenen Etappen Pilgern per Rad
von der Weser über die Elbe bis zur Ostsee

Kellinghusen - Bad Segeberg

Kellinghusen - Bad Segeberg

Auf verschiedenen Etappen Pilgern per Rad
von der Weser über die Elbe bis zur Ostsee

Exkurs Kloster Nütschau

Exkurs Kloster Nütschau

Auf verschiedenen Etappen Pilgern per Rad
von der Weser über die Elbe bis zur Ostsee

Bad Segeberg - Plön

Bad Segeberg - Plön

Auf verschiedenen Etappen Pilgern per Rad
von der Weser über die Elbe bis zur Ostsee

©Klaus Herzmann

Plön - Neustadt

Auf verschiedenen Etappen Pilgern per Rad
von der Weser über die Elbe bis zur Ostsee

Neustadt - Oldenburg

Neustadt - Oldenburg

Auf verschiedenen Etappen Pilgern per Rad
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Oldenburg - Puttgarden

Oldenburg - Puttgarden

Auf verschiedenen Etappen Pilgern per Rad
von der Weser über die Elbe bis zur Ostsee

Geschichte

Die Christianisierung des Nordens war ein prägender Prozess von dem bis heute die jahrhundertealten, aus Feld- und Backstein errichteten Kirchen der norddeutschen Landschaft zeugen.

Bevor die christliche Mission ins Land kam, glaubten die Menschen in Norddeutschland an eine Vielzahl Götter und Göttinnen. Bestimmte Orte, etwa Quellen, Gesteinsformationen oder Bäume galten ihnen als heilig und wurden verehrt. Grundsätzlich war Religion zu dieser Zeit eine ausgesprochene Privatsache. Dies änderte sich erst im Verlauf der Christianisierung.

Die vorchristlichen Glaubensvorstellungen der germanischen und slawischen Völker auf dem Gebiet des heutigen Niedersachsens und Schleswig-Holsteins waren tolerant und aufgeschlossen. Die Durchsetzung einer Religion, welche absolute Allgemeingültigkeit beanspruchte, stellte sich daher bei der Bevölkerung als problematisch dar. Andererseits erwies sich insbesondere für arme und ausgegrenzte Bevölkerungsschichten die christliche Heilsbotschaft als erstrebenswert. Die Lehre von der Glaubensgewissheit jedes Einzelnen, unabhängig von Geburt und Schicht, befreite die Menschen von irdischen Bedingtheiten. Auch das Prinzip der Nächsten- und Feindesliebe trug erwiesenermaßen zum Erfolg des Christentums bei, obwohl die Praxis der Missionierung oft anders aussah.

Die mittelalterliche Stadt Bremen lag am Rande des Reiches Karls des Großen. Dieser wollte es nach außen absichern. Die Christianisierung sollte dem Reich eine kulturelle Identität geben. So wurde Bremen 787 Sitz eines Missionsbistums unter Bischof Willehad.
Im Jahre 834 wurde Ansgar (801 – 865) zum Erzbischof mit Sitz in Hamburg ernannt. Mit der Vertreibung Ansgars durch die dänischen Wikinger wurde der Erzbischofssitz nach Bremen verlegt. Bremen wurde so zum Sitz eines Missionserzbistums mit der Aufgabe, Skandinavien zu missionieren.

Durch zahlreiche Kirchengründungen im 9. Jh. half der „Apostel des Nordens“, wie Ansgar auch genannt wurde, nachhaltig bei der Ausbreitung des Christentums im nördlichen Europa. In Norddeutschland konnte der christliche Glaube allerdings erst im 10. Jh. durchgesetzt werden.
Die Christianisierung der slawischen Gebiete des heutigen Ostholsteins dauerte sogar noch länger: Im Verlauf des 10. und 11. Jh. kam es wiederholt zu Slawenaufständen. 1066 steinigten Aufständische beispielsweise die Mönche des unlängst gegründeten Bistums Ratzeburg. Bei der Christianisierung der Slawen Norddeutschlands tat sich insbesondere der Missionar Vicelin (um 1090 – 1154) hervor. Als Wanderprediger zog der spätere Bischof von Oldenburg durch die Lande und erhielt beträchtlichen Zulauf von der Bevölkerung. Im 12. Jh. konnte das Christentum dann auch in diesen Gebieten Fuß fassen. 

Über 400 Jahre hat es demnach gedauert, bis ganz Norddeutschland einheitlich der römisch-katholischen Konfession anhing. Dieser Zustand sollte nur etwa 300 Jahre lang währen – im Vergleich zu den langwierigen Missionsbemühungen ein vergleichsweise kleiner Zeitraum. In den 1520er Jahren breitete sich die Reformation dann im heutigen Niedersachsen und Schleswig-Holstein aus.

Quelle: Dr. Welf-Gerrit Otto, Schleswig-Holsteinischer Heimatbund 


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